CDU prescht vor, FDP haelt dagegen

Gestern forderte die CDU-Fraktion Karlsruhe die Karlsruher Stadtverwaltung dazu auf, bei der Karlsruher Messe und Kongress GMbH darauf „hinzuwirken“, dass diese ihren Vertrag mit der ESL bezueglich der Hallenvermietung fuer die Intel Friday Night Game von sich aus kuendigt. Werde sie dies nicht tun, so wolle man 26. Mai in einer Sondersitzung des Gemeinderats eine entsprechende Gesellschafterweisung (Punkt 5) an die KMK beschließen, denn:

Aufgrund ihres gewaltverherrlichenden, menschenverachtenden und brutalen Charakters können solche Spiele Jugendliche zu mehr Gewalt veranlassen

So sieht das zumindest Fraktionsvorsitzende Gabriele Luczak-Schwarz (eMail).

Heute antwortete die FDP auf diese Forderungen:

Aufgrund des Kontrahierungszwangs für städtische Hallen, hat die Stadtverwaltung gar keine rechtliche Handhabe die Vermietung zu verhindern. […] Im Übrigen habe die Bundeszentrale für politische Bildung die Stadt dringend gebeten, die Veranstaltung, die mit entsprechender Aufklärungsarbeit verbunden ist, nicht zu untersagen.

kontert FDP-Fraktionsvorsitzende Rita Fromm. Weiter heisst es im Artikel:

Die FDP-Gemeinderatsfraktion ist der Meinung, dass die Stadtverwaltung durch eine breit und gezielt angelegte Aufklärungsaktion über die Auswirkung fiktiver Spiele mit „Killeranimationen“ am Computer hinweisen soll. Töten sei kein Spiel. Deshalb müssten für Spiele, die gewalttätige Spielweisen simulieren, die Jugendschutzgesetze besonders beachtet werden und Veranstalter die Einhaltung nachweisen. Verbote bewirken in diesem Fall nur Neugierde, ohne das Übel an der Wurzel zu packen. Daher Aufklärung bringt mehr als Verbote. Eine besondere Aufklärungsarbeit komme den Familien zu, damit Kindern und Jugendlichen bewusst wird, dass Brutalität und Gewalt kein Mittel zur Lösung von Problemen ist und die Menschenwürde verletzt.

Meine Meinung zu dem ganzen Getue: Langsam kommt mir die CDU wie ein quengelndes Kind vor: „Das passt mir nicht, das muss weg“. Und nachdem auch schon die Gruenen und die SPD sich gegen die Haltung des OB ausgesprochen haben bin ich froh, dass ihm mit der FDP endlich auch mal jemand den Ruecken staerkt. Auch wenn ich mir der Haltung, wie sie im letzt zitierten Absatz herauskommt nicht wirklich uebereinstimme, so doch wenigstens mit den Konsequenzen die sie daraus ziehen.

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